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Ihr Vorteil Berechnen

bKV-ROI-Rechner

Das Wichtigste in Kürze

  • Der ROI ergibt sich aus der angenommenen Einsparung abzüglich der Arbeitgeberkosten der bKV, geteilt durch diese Kosten.
  • Die Einsparung setzt sich aus zwei Teilen zusammen: dem Rückgang der Fluktuationskosten und dem Rückgang der Fehlzeitenkosten.
  • Beide Rückgänge sind Annahmen, die Sie selbst setzen — sie sind keine zugesicherte Wirkung der bKV.
  • Der Break-even in Monaten ergibt sich aus den bKV-Jahreskosten geteilt durch ein Zwölftel der angenommenen Jahreseinsparung.

Der Rechner stellt die Kosten einer bKV den Einsparungen gegenüber, die weniger Fluktuation und weniger Fehltage bedeuten würden — mit Annahmen, die Sie selbst setzen.

Was dieser Rechner beantwortet

Die Frage lautet nicht: Wirkt eine bKV? Sie lautet: Wenn sie in dem Umfang wirkt, den Sie für plausibel halten — rechnet sie sich dann? Der Rechner nimmt Ihnen die Annahme nicht ab, er macht ihre Konsequenz sichtbar.

Die beiden Annahmen

Voreingestellt sind ein Rückgang der Fluktuationsquote um einen Prozentpunkt und ein Rückgang der Fehltage um einen halben Tag je Mitarbeitendem und Jahr. Beide Werte sind bewusst zurückhaltend gewählt und an jeder Stelle als Annahme gekennzeichnet. Sie sind Setzungen, keine erwarteten Effekte.

Wie sich Kosten und Nutzen zusammensetzen

Auf der Kostenseite steht der bKV-Beitrag, je nach Versteuerungsmodell zuzüglich der Steuerlast beim Arbeitgeber. Auf der Nutzenseite stehen zwei Größen: die vermiedenen Fluktuationskosten — Mitarbeiterzahl mal Quotenrückgang mal Kosten je Austritt — und die vermiedenen Fehlzeitenkosten — Mitarbeiterzahl mal Tagesrückgang mal Kosten je Fehltag.

Break-even

Der Break-even sagt, nach wie vielen Monaten die angenommene Einsparung die Jahreskosten eingeholt hätte. Liegt keine Einsparung vor, gibt es keinen Break-even. Da die Einsparung auf selbst gesetzten Annahmen beruht, ist auch der Break-even eine Modellgröße und keine Prognose.

Ehrlich gesagt

Der ausgewiesene ROI und der Break-even beruhen vollständig auf Ihren Annahmen. Ob und in welchem Umfang eine betriebliche Krankenversicherung Fluktuation oder Fehlzeiten beeinflusst, hängt von vielen Faktoren ab und wird hier nicht behauptet. Die steuerlichen Angaben ersetzen keine steuerliche Beratung.

Häufige Fragen

Wie berechnet man den ROI einer betrieblichen Krankenversicherung?

Der ROI ergibt sich aus der angenommenen Einsparung abzüglich der Arbeitgeberkosten der bKV, geteilt durch diese Kosten. Die Einsparung setzt sich aus dem Rückgang der Fluktuationskosten und dem Rückgang der Fehlzeitenkosten zusammen. Beide Rückgänge sind Annahmen, die der Nutzer selbst setzt.

Was kostet ein Krankheitstag?

Ein Fehltag wird üblicherweise als durchschnittliches Jahresgehalt zuzüglich Arbeitgeber-Lohnnebenkosten, geteilt durch die Zahl der Arbeitstage im Jahr, angesetzt. Bei 48.000 Euro Jahresgehalt, 20 Prozent Lohnnebenkosten und 220 Arbeitstagen sind das rund 262 Euro je Fehltag.

Wann erreicht eine bKV den Break-even?

Der Break-even in Monaten ergibt sich aus den bKV-Jahreskosten geteilt durch ein Zwölftel der angenommenen Jahreseinsparung. Liegt keine Einsparung vor, gibt es keinen Break-even.

Beispielrechnung

Ein Unternehmen mit 100 Mitarbeitenden zahlt 25 Euro im Monat je Kopf in einen bKV-Budgettarif — innerhalb der Sachbezugsfreigrenze, also steuerfrei.

  • bKV-Kosten pro Jahr: 100 × 25 Euro × 12 = 30.000 Euro
  • Annahme Fluktuation: ein Prozentpunkt weniger, das ist ein Austritt weniger × 36.000 Euro = 36.000 Euro
  • Annahme Fehlzeiten: 0,5 Tage weniger × 100 Mitarbeitende × 262 Euro = 13.100 Euro
  • Angenommene Einsparung: 49.100 Euro

ROI: (49.100 − 30.000) ÷ 30.000 = rund 64 Prozent. Break-even: 30.000 ÷ (49.100 ÷ 12) = rund 7,3 Monate.

Beide Effektannahmen sind Setzungen. Wer sie halbiert, landet bei einem negativen ROI — genau das ist der Punkt dieser Rechnung.

Quellen und Annahmen

  • Steuerliche Behandlung: § 8 Abs. 2 Satz 11, § 37b und § 40 EStG; die verwendeten Sätze stammen aus den freigegebenen Steuerparametern in FM-Admin.
  • Rückgang von Fluktuation und Fehltagen: Annahmen des Nutzers. Voreingestellt sind ein Prozentpunkt und ein halber Fehltag — konservative Setzungen ohne Anspruch auf empirische Belegbarkeit.
  • Kosten je Fehltag und je Austritt: abgeleitet aus den eingegebenen Gehalts-, Lohnnebenkosten- und Arbeitstagswerten.

Dieser Rechner beruft sich bewusst auf keine Wirkungsstudie zur bKV.

Verwandte Begriffe aus dem bKV Wiki

Fluktuationskosten

Summe aller Aufwendungen, die durch das Ausscheiden und Nachbesetzen einer Position entstehen — Recruiting, Einarbeitung, Produktivitätsverlust und Administration. Üblicherweise als Vielfaches des Jahresgehalts modelliert.

Fehlzeiten

Krankheitsbedingt ausgefallene Arbeitstage. In Kosten übersetzt über die fortlaufenden Personalkosten je Arbeitstag; als Ausfallquote das Verhältnis von Fehltagen zu Arbeitstagen.

50-Euro-Freigrenze

Monatliche Grenze nach § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG, bis zu der Sachbezüge steuer- und sozialversicherungsfrei bleiben. Freigrenze, kein Freibetrag.

§ 37b EStG (Pauschalversteuerung)

Pauschale Versteuerung von Sachzuwendungen mit rund 30 Prozent durch den Arbeitgeber, ohne Antrag einsetzbar, bis 10.000 Euro je Empfangendem und Jahr.

§ 40 Abs. 1 EStG (Pauschalierung)

Pauschale Versteuerung zu einem individuell berechneten Durchschnittssatz, antragspflichtig, begrenzt auf 1.000 Euro je Arbeitnehmendem und Jahr.

Betriebsausgabe

Aufwendung, die den Gewinn des Unternehmens mindert. bKV-Beiträge sind als Betriebsausgabe abzugsfähig.

Weitere Fragen aus dem bKV FAQ

Ist die bKV als Betriebsausgabe absetzbar?

Ja. Die Versicherungsbeiträge und gegebenenfalls die vom Arbeitgeber getragenen Steuern und Sozialversicherungsbeiträge lassen sich gewinnmindernd als Betriebsausgabe absetzen.

Was kostet eine bKV pro Mitarbeiter?

bKV-Tarife liegen typischerweise zwischen 10 und 50 Euro monatlich pro Mitarbeitendem. Tarife unter 50 Euro bleiben steuerfrei (Sachbezugsgrenze), höhere Tarife können pauschal mit 30 Prozent versteuert werden. Premium-Tarife mit erweiterten Bausteinen kosten 60 bis 100 Euro pro Monat.

Lohnt sich eine bKV für kleine Unternehmen?

Ja. bKV ist bereits ab 3 Mitarbeitenden möglich und gerade für kleine Unternehmen ein wirksamer Recruiting-Vorteil. Die steuerliche Effizienz (bis zu rund Faktor 2 gegenüber einer Gehaltserhöhung), der minimale Verwaltungsaufwand und die nachweisbare Bindungswirkung machen sie auch für KMU attraktiv.

Ab wie vielen Mitarbeitenden lohnt sich § 40 Abs. 1 EStG?

Erfahrungsgemäß ab etwa 20 Mitarbeitenden. Die Variante ist zusätzlich sozialversicherungsfrei und damit meist die günstigste Pauschalvariante.
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