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Fehlzeitenkosten-Rechner

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Fehltag wird als fortlaufende Personalkosten angesetzt: Jahresgehalt zuzüglich Arbeitgeber-Lohnnebenkosten, geteilt durch die Arbeitstage im Jahr.
  • Bei 48.000 Euro Jahresgehalt, 20 Prozent Lohnnebenkosten und 220 Arbeitstagen sind das rund 262 Euro je Fehltag.
  • Die Ausfallquote setzt die Fehltage ins Verhältnis zu den Arbeitstagen — bei 15 Fehltagen und 220 Arbeitstagen rund 6,8 Prozent.
  • Folgekosten wie Vertretung, Überstunden oder Produktivitätsverluste im Team sind nicht enthalten. Die tatsächliche Belastung liegt eher höher.

Krankheitsbedingte Ausfälle kosten weiter — das Gehalt läuft, die Arbeit bleibt liegen.

Was ein Fehltag wirklich kostet

Bei krankheitsbedingter Abwesenheit läuft die Entgeltfortzahlung weiter, und mit ihr die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung. Das ist der harte, unstrittige Teil der Rechnung — er fällt an, unabhängig davon, ob die Arbeit nachgeholt, verteilt oder liegen gelassen wird.

Die Formel

Kosten je Fehltag: durchschnittliches Jahresgehalt zuzüglich Arbeitgeber-Lohnnebenkosten, geteilt durch die Arbeitstage im Jahr. Fehltage insgesamt: Mitarbeiterzahl mal durchschnittliche Fehltage je Person und Jahr. Beides multipliziert ergibt die jährlichen Fehlzeitenkosten.

Die Ausfallquote

Neben dem Eurobetrag zeigt der Rechner die Ausfallquote: den Anteil der Arbeitstage, an dem bezahlte Arbeitszeit nicht zur Verfügung steht. Diese Kennzahl macht Betriebe unterschiedlicher Größe vergleichbar und eignet sich besser für den Blick auf die Entwicklung über mehrere Jahre.

Was bewusst fehlt

Nicht enthalten sind Vertretungskosten, Überstundenzuschläge, Zeitarbeit, Terminverzüge und der Produktivitätsverlust im Team, das die Abwesenheit auffängt. Der ausgewiesene Betrag ist damit eine Untergrenze, keine Vollkostenrechnung.

Der Branchenvergleich

Sind in FM-Admin Branchenwerte mit benannter Quelle hinterlegt, stellt der Rechner Ihre Fehltage dem Branchendurchschnitt gegenüber. Fehlt die Quelle, blendet er den Vergleichsblock aus und rechnet ohne ihn weiter — einen Ersatzwert gibt es bewusst nicht.

Häufige Fragen

Was kostet ein Krankheitstag den Arbeitgeber?

Angesetzt werden die fortlaufenden Personalkosten: das durchschnittliche Jahresgehalt zuzüglich der Arbeitgeber-Lohnnebenkosten, geteilt durch die Arbeitstage im Jahr. Bei 48.000 Euro Jahresgehalt, 20 Prozent Lohnnebenkosten und 220 Arbeitstagen sind das rund 262 Euro je Fehltag. Folgekosten wie Vertretung oder Überstunden sind darin nicht enthalten.

Wie berechnet man die Fehlzeitenkosten eines Unternehmens?

Multiplizieren Sie die Zahl der Mitarbeitenden mit den durchschnittlichen Fehltagen je Person und Jahr. Das ergibt die Fehltage insgesamt. Diese multiplizieren Sie mit den Kosten je Fehltag. Bei 100 Mitarbeitenden und 15 Fehltagen sind das 1.500 Fehltage im Jahr.

Was ist die Ausfallquote?

Die Ausfallquote setzt die Fehltage ins Verhältnis zu den Arbeitstagen. Bei 15 Fehltagen und 220 Arbeitstagen liegt sie bei rund 6,8 Prozent — so viel der bezahlten Arbeitszeit steht nicht zur Verfügung.

Beispielrechnung

Ein Unternehmen mit 100 Mitarbeitenden, 15 Fehltagen je Person und Jahr, einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 48.000 Euro und 20 Prozent Arbeitgeber-Lohnnebenkosten bei 220 Arbeitstagen.

  • Personalkosten je Kopf: 48.000 Euro × 1,20 = 57.600 Euro
  • Kosten je Fehltag: 57.600 Euro ÷ 220 = rund 262 Euro
  • Fehltage insgesamt: 100 × 15 = 1.500
  • Fehlzeitenkosten pro Jahr: 1.500 × 262 Euro = rund 393.000 Euro
  • Ausfallquote: 15 ÷ 220 = rund 6,8 Prozent

Vereinfachte Beispielrechnung ohne Gewähr. Folgekosten wie Vertretung oder Überstunden sind nicht enthalten — die tatsächliche Belastung liegt eher höher.

Quellen und Annahmen

Mitarbeiterzahl, durchschnittliche Fehltage, Jahresgehalt und Arbeitgeber-Lohnnebenkosten sind Eingabewerte und damit Ihre eigenen Annahmen. Der Rechner setzt keine Marktwerte an ihre Stelle.

Der Branchenvergleich wird nur angezeigt, wenn in FM-Admin eine benannte Veröffentlichung mit Stand und Quellen-URL hinterlegt ist. Die Quellenangabe gehört dann zusätzlich an diese Stelle.

Verwandte Begriffe aus dem bKV Wiki

Fehlzeiten

Krankheitsbedingt ausgefallene Arbeitstage. In Kosten übersetzt über die fortlaufenden Personalkosten je Arbeitstag; als Ausfallquote das Verhältnis von Fehltagen zu Arbeitstagen.

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Betriebliches Gesundheitsmanagement ist der systematische Ansatz, Gesundheit im Unternehmen über Strukturen und Maßnahmen zu fördern. Während das BGM präventiv und kollektiv wirkt, deckt die bKV die individuelle medizinische Versorgung ab — beide ergänzen sich, ersetzen sich aber nicht.

Beitragsbefreiung

Die Beitragsbefreiung ist eine Tarifoption, bei der die Beitragszahlung in bestimmten Situationen ausgesetzt wird — etwa bei längerer Arbeitsunfähigkeit, Elternzeit, Freistellung oder Familienpflegezeit. Der Versicherungsschutz bleibt dabei bestehen.

Vorsorgeuntersuchung

Vorsorgeuntersuchungen sind präventive Gesundheitschecks zur Früherkennung von Krankheiten. Die bKV erstattet typischerweise auch Vorsorgeuntersuchungen außerhalb des GKV-Leistungskatalogs — etwa erweiterte Checkups, HPV-Tests, Darmkrebsvorsorge unter 50 oder IGeL-Leistungen.

Telemedizin

Telemedizin umfasst ärztliche Beratung und Behandlung per Video, Telefon oder App — etwa Videosprechstunden, Online-Hautarzt oder Symptom-Checker. In bKV-Tarifen ist sie meist ohne Budgetbelastung nutzbar und gehört zu den am häufigsten genutzten Serviceleistungen.

Gesundheitsbudget

Der jährlich zur Verfügung stehende Betrag, den Mitarbeitende innerhalb eines Budgettarifs für Gesundheitsleistungen abrufen können.

Weitere Fragen aus dem bKV FAQ

Was ist eine betriebliche Krankenversicherung (bKV)?

Die betriebliche Krankenversicherung (bKV) ist ein vom Arbeitgeber finanzierter Zusatzversicherungsbaustein für gesetzlich versicherte Mitarbeitende. Sie deckt Leistungen ab, die die GKV nicht oder nur eingeschränkt erstattet — etwa Zahnersatz, Brillen, Heilpraktiker oder erweiterte Vorsorge. Bis 50 Euro pro Monat ist sie steuer- und sozialabgabenfrei.

Welche Vorsorgeuntersuchungen werden von der bKV erstattet?

Die bKV erstattet meist erweiterte Vorsorgeuntersuchungen außerhalb des GKV-Katalogs — etwa jährliche umfassende Checkups, Krebsfrüherkennung unter den GKV-Altersgrenzen, HPV-Tests, IGeL-Leistungen, Reiseimpfungen und moderne bildgebende Verfahren. Eine Liste der erstattungsfähigen Leistungen findet sich in den jeweiligen Tarifbedingungen.

Werden Heilpraktiker- und Osteopathie-Leistungen erstattet?

Ja. Die meisten bKV-Tarife erstatten Heilpraktiker-Leistungen nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH) — typischerweise bis zum 2,0- oder 3,5-fachen Satz. Osteopathie wird je nach Tarif als Teil der Heilpraktiker-, Physiotherapie- oder eines eigenen Bausteins erstattet, oft mit ärztlicher Verordnung als Voraussetzung.
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