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Ihr Vorteil Berechnen

Was bringt mir die bKV?

Das Wichtigste in Kürze

  • Deine betriebliche Krankenversicherung kostet dich nichts — den Beitrag zahlt dein Arbeitgeber.
  • Innerhalb der monatlichen Sachbezugsfreigrenze von 50 Euro bleibt der Beitrag steuer- und sozialversicherungsfrei.
  • Weil die Leistungen netto bei dir ankommen, entsprechen 600 Euro erstattete Leistungen bei einer Abgabenquote von 30 Prozent rund 857 Euro Brutto-Gehalt im Jahr.
  • Nicht abgerufenes Budget verfällt in der Regel am Jahresende und wird nicht ausgezahlt.

Warum die bKV mehr wert ist, als der Beitrag vermuten lässt

Von einer Gehaltserhöhung kommt bei dir nur der Teil an, der nach Steuern und Sozialabgaben übrig bleibt. Die Leistungen deiner bKV dagegen erreichen dich in voller Höhe: Was der Tarif erstattet, landet auf deinem Konto, ohne Abzug. Deshalb entspricht ein vergleichsweise kleiner Beitrag einer spürbar größeren Bruttosumme.

So rechnest du um

Teile die erstatteten Leistungen durch eins minus deine Abgabenquote. Bei 30 Prozent Abgaben und 600 Euro Erstattung sind das 600 ÷ 0,7, also rund 857 Euro brutto im Jahr, die du zusätzlich verdienen müsstest, um auf dasselbe hinauszukommen.

Was du davon hast

Je nach Tarif zahlt die bKV zum Beispiel Zahnreinigung und Zahnersatz, Sehhilfen, Vorsorgeuntersuchungen oder Heilpraktikerleistungen. Der Wert entsteht erst, wenn du das Budget nutzt — wer ohnehin zur Vorsorge geht, eine Brille braucht oder die Zahnreinigung plant, holt den vollen Betrag heraus.

Musst du etwas versteuern?

Innerhalb der Freigrenze von 50 Euro im Monat: nein. Liegt der Beitrag darüber, hängt es davon ab, welches Modell dein Arbeitgeber gewählt hat — in der Regel übernimmt er die Steuer pauschal, sodass bei dir nichts abgezogen wird. Was für dich gilt, steht in deinen Unterlagen.

Zum Schluss der ehrliche Hinweis

Vereinfachte Beispielrechnung ohne Gewähr. Was dein Tarif tatsächlich erstattet, steht in deinen Vertragsunterlagen — Erstattungssätze, Höchstbeträge und Wartezeiten sind hier nicht abgebildet. Deine tatsächliche Abgabenbelastung hängt von Steuerklasse, Kirchensteuer und Beitragssätzen ab.

Häufige Fragen

Muss ich meine betriebliche Krankenversicherung versteuern?

Innerhalb der monatlichen Sachbezugsfreigrenze von 50 Euro bleibt der Beitrag steuer- und sozialversicherungsfrei. Liegt der Beitrag darüber, hängt es davon ab, welches Modell der Arbeitgeber gewählt hat — in der Regel übernimmt er die Steuer pauschal, sodass beim Mitarbeitenden nichts abgezogen wird.

Wie viel Gehaltserhöhung entspricht meiner bKV?

Da die Leistungen der bKV netto bei dir ankommen, eine Gehaltserhöhung aber versteuert und verbeitragt wird, brauchst du deutlich mehr brutto für denselben Betrag. Bei einer Abgabenquote von 30 Prozent entsprechen 600 Euro erstattete Leistungen rund 857 Euro Brutto-Gehalt im Jahr.

Was passiert mit nicht genutztem Budget?

Nicht abgerufenes Budget verfällt in der Regel am Jahresende und wird nicht ausgezahlt. Wer Vorsorgeuntersuchungen, Zahnreinigung oder eine neue Brille ohnehin plant, holt damit den vollen Wert aus dem Tarif. Die Einzelheiten regelt dein Tarif.

Beispielrechnung

Dein Tarif hat ein Jahresbudget von 600 Euro. Du nutzt es vollständig: Zahnreinigung, eine neue Brille und eine Vorsorgeuntersuchung.

  • Erstattete Leistungen: 600 Euro — netto, ohne Abzüge
  • Deine Abgabenquote: 30 Prozent
  • Entsprechende Gehaltserhöhung: 600 ÷ 0,7 = rund 857 Euro brutto im Jahr

Um dieselben 600 Euro aus eigener Tasche zu bezahlen, müsstest du also rund 857 Euro mehr verdienen — etwa 71 Euro brutto im Monat. Vereinfachte Beispielrechnung ohne Gewähr.

Quellen und Hinweise

  • § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG — monatliche Sachbezugsfreigrenze von 50 Euro

Maßgeblich für Leistungen, Erstattungssätze, Höchstbeträge und Wartezeiten sind allein deine Vertragsunterlagen. Die Umrechnung in eine Gehaltserhöhung nutzt die Abgabenquote, die du selbst einträgst.

Verwandte Begriffe aus dem bKV Wiki

Gesundheitsbudget

Der jährlich zur Verfügung stehende Betrag, den Mitarbeitende innerhalb eines Budgettarifs für Gesundheitsleistungen abrufen können.

Zahnersatz

Zahnersatz — Kronen, Brücken, Implantate, Prothesen — ist eine der finanziell belastendsten Gesundheitskategorien und gleichzeitig einer der am häufigsten genutzten Bereiche einer bKV. Budgettarife erstatten Zahnersatz meist vollständig im Rahmen des verfügbaren Jahresbudgets, teils mit gestaffelten Obergrenzen in den ersten Vertragsjahren.

Brille und Sehhilfen

Brillen, Kontaktlinsen und Sehhilfen sind die nutzungsstärkste Leistungskategorie vieler bKV-Budgettarife. Typische Erstattungen liegen zwischen 200 und 800 Euro jährlich — oft ohne medizinische Notwendigkeit und ohne festgesetzte Zeitabstände zwischen Abrechnungen.

Vorsorgeuntersuchung

Vorsorgeuntersuchungen sind präventive Gesundheitschecks zur Früherkennung von Krankheiten. Die bKV erstattet typischerweise auch Vorsorgeuntersuchungen außerhalb des GKV-Leistungskatalogs — etwa erweiterte Checkups, HPV-Tests, Darmkrebsvorsorge unter 50 oder IGeL-Leistungen.

Familienversicherung

Die Familienversicherung erlaubt die Mitversicherung von Familienangehörigen — meist Partner und Kinder — unter dem bKV-Tarif des Mitarbeitenden. Je nach Anbieter und Tarif arbeitgeberfinanziert, mitfinanziert oder als Selbstzahler-Option ausgestaltet.

Portabilität

Portabilität bezeichnet die Möglichkeit, den bKV-Schutz beim Ausscheiden aus dem Unternehmen privat fortzuführen — häufig ohne erneute Gesundheitsprüfung, aber zu Einzelvertragskonditionen. Das Recht ist meist an eine Frist nach dem Ausscheiden gebunden.

Weitere Fragen aus dem bKV FAQ

Was passiert wenn das bKV-Jahresbudget aufgebraucht ist?

Ist das Jahresbudget aufgebraucht, werden weitere Leistungen im laufenden Jahr nicht erstattet. Am 1. Januar des Folgejahres setzt sich das Budget automatisch zurück. Manche Tarife erlauben den Übertrag ungenutzter Budgetreste ins Folgejahr, das ist aber die Ausnahme — in den meisten Tarifen verfallen sie.

Was zahlt die bKV bei Zahnersatz?

Die bKV erstattet Zahnersatz — Kronen, Brücken, Implantate, Prothesen — typischerweise vollständig im Rahmen des jährlichen Gesundheitsbudgets oder über einen separaten Zahn-Baustein. Übliche Jahresbudgets liegen bei 300 bis 1.200 Euro. Manche Tarife haben gestaffelte Obergrenzen in den ersten Vertragsjahren oder kurze Wartezeiten für größere Zahnbehandlungen.

Welche Vorsorgeuntersuchungen werden von der bKV erstattet?

Die bKV erstattet meist erweiterte Vorsorgeuntersuchungen außerhalb des GKV-Katalogs — etwa jährliche umfassende Checkups, Krebsfrüherkennung unter den GKV-Altersgrenzen, HPV-Tests, IGeL-Leistungen, Reiseimpfungen und moderne bildgebende Verfahren. Eine Liste der erstattungsfähigen Leistungen findet sich in den jeweiligen Tarifbedingungen.

Wie reichen Mitarbeitende Rechnungen bei der bKV ein?

Mitarbeitende reichen Rechnungen direkt beim Versicherer ein — typischerweise per App, Web-Portal oder Post. Bei App-basierten Versicherern dauert die Erstattung 5 bis 10 Werktage, bei klassischer Papier-Einreichung 2 bis 4 Wochen. Der Arbeitgeber ist in den Prozess nicht involviert und erhält keine Informationen über individuelle Leistungen.

Welche Daten über meine bKV-Nutzung sieht mein Arbeitgeber?

Der Arbeitgeber sieht ausschließlich aggregierte und anonymisierte Statistiken — etwa die Gesamtnutzungsquote und Verteilung der Leistungsarten. Individuelle Daten wie Diagnosen, eingereichte Rechnungen, besuchte Ärzte oder genutzte Leistungen bleiben strikt zwischen Mitarbeitendem und Versicherer. Diese Trennung ist DSGVO-rechtlich vorgeschrieben.

Können Familienangehörige in der bKV mitversichert werden?

Ja, die meisten bKV-Tarife bieten eine Familienversicherung, die Ehe- oder Lebenspartner und Kinder einschließt. Innerhalb des Öffnungsfensters (typisch 3 bis 12 Monate nach Vertragsbeginn) ist die Aufnahme ohne Gesundheitsprüfung möglich. Die Prämien für Familienangehörige werden je nach Modell vom Arbeitgeber, Mitarbeitenden oder geteilt finanziert.
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