Budgettarif
Tarifform der bKV, bei der den Mitarbeitenden ein festes Jahresbudget zur freien Verwendung für Gesundheitsleistungen zur Verfügung steht.
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Das Gesundheitsbudget ist der Betrag, den Mitarbeitende innerhalb eines Budgettarifs pro Jahr für Gesundheitsleistungen abrufen können. Es ist die zentrale Kenngröße der bKV — und gleichzeitig die, bei der die Unterschiede zwischen den Tarifen am größten sind.
Typischerweise lassen sich abrechnen:
Ob auch Sehhilfen und Zahnersatz gegen das Budget laufen oder als eigene Leistung zusätzlich erstattet werden, ist tarifabhängig — und der wichtigste Punkt beim Vergleich. Bei einem Tarif, der Zahn und Sehhilfe zusätzlich erstattet, steht das gesamte Budget für alles Übrige zur Verfügung. Bei einem anderen ist es nach einer Brille und einer Zahnbehandlung aufgebraucht.
Neben der Gesamthöhe wirken häufig weitere Grenzen, die den realen Wert deutlich unter den nominellen drücken können:
Beim Vergleich zweier Tarife mit demselben Budget entscheidet diese Ebene, welcher tatsächlich mehr leistet.
Ob ein nicht ausgeschöpftes Budget verfällt oder ganz beziehungsweise teilweise ins nächste Jahr übertragen werden kann, unterscheidet sich je nach Versicherer.
Für größere Maßnahmen kann ein Übertrag den Unterschied zwischen nützlich und wirkungslos ausmachen: Ein Zahnersatz übersteigt ein Jahresbudget von 300 oder 600 Euro regelmäßig deutlich. Ohne Übertragsmöglichkeit bleibt nur, die Behandlung über zwei Kalenderjahre zu strecken — was medizinisch nicht immer sinnvoll ist.
Ein hohes Budget allein erzeugt keine Wirkung. Entscheidend ist, wie viele Mitarbeitende es tatsächlich abrufen — und das hängt weniger an der Höhe als an zwei anderen Faktoren: daran, ob die Belegschaft überhaupt weiß, was ihr zusteht, und daran, wie einfach die Einreichung ist.
Ein gut kommuniziertes 600-Euro-Budget mit einer funktionierenden Einreichungs-App entfaltet regelmäßig mehr Wirkung als ein unbekanntes 1.200-Euro-Budget mit Papierweg. Wer die Wirkung der bKV erhöhen will, investiert deshalb häufig besser in Kommunikation als in die nächsthöhere Budgetstufe.
Das Budget ist nicht die Bezugsgröße für die 50-Euro-Freigrenze — maßgeblich ist der Monatsbeitrag, der deutlich darunter liegt. Auch wer nichts einreicht, hat denselben geldwerten Vorteil wie jemand, der sein Budget vollständig ausschöpft: Bewertet wird der Beitrag, nicht die Inanspruchnahme.
Das Gesundheitsbudget ist der sichtbarste Teil der bKV und der am leichtesten zu kommunizierende. Sein realer Wert entscheidet sich aber in den Details — was dagegen läuft, was zusätzlich erstattet wird, welche Grenzen daneben greifen und ob übertragen werden kann.
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Tarifform der bKV, bei der den Mitarbeitenden ein festes Jahresbudget zur freien Verwendung für Gesundheitsleistungen zur Verfügung steht.
Zahlt der Arbeitgeber die Beiträge direkt an den Versicherer, gilt die bKV als Sachbezug und ist bis 50 Euro im Monat je Mitarbeitendem steuer- und sozialversicherungsfrei.
Die Matthäi Bauunternehmen GmbH hat eine passgenaue bKV eingeführt und dadurch als attraktiver Arbeitgeber an Profil gewonnen. Ein Interview mit Katip Tavan, Kfm.-Leiter der Matthäi Gruppe.
Das Wichtigste in Kürze Viele Tarife setzen eine Mindestanzahl an Beschäftigten voraus — üblich sind drei, fünf oder zehn, einzelne Tarife gelten ab einer Person. Verbreitet sind Jahresbudgets von 300 bis 1.500 Euro je Mitarbeitendem; der Monatsbeitrag steigt entsprechend. Bei Tarifen mit Beitragsbefreiung entfällt der Beitrag für länger arbeitsunfähige Mitarbeitende, während der Schutz bestehen bleibt. Die Auswahl ist eine Vorfilterung, keine Empfehlung und keine Beratung. Vier Fragen, dann sehen Sie die Tarife aus unserem Portfolio, die zu Ihren Kriterien passen.
Das Wichtigste in Kürze Deine betriebliche Krankenversicherung kostet dich nichts — den Beitrag zahlt dein Arbeitgeber. Innerhalb der monatlichen Sachbezugsfreigrenze von 50 Euro bleibt der Beitrag steuer- und sozialversicherungsfrei. Weil die Leistungen netto bei dir ankommen, entsprechen 600 Euro erstattete Leistungen bei einer Abgabenquote von 30 Prozent rund 857 Euro Brutto-Gehalt im Jahr. Nicht abgerufenes Budget verfällt in der Regel am Jahresende und wird nicht ausgezahlt.
Das Wichtigste in Kürze Ein Fehltag wird als fortlaufende Personalkosten angesetzt: Jahresgehalt zuzüglich Arbeitgeber-Lohnnebenkosten, geteilt durch die Arbeitstage im Jahr. Bei 48.000 Euro Jahresgehalt, 20 Prozent Lohnnebenkosten und 220 Arbeitstagen sind das rund 262 Euro je Fehltag. Die Ausfallquote setzt die Fehltage ins Verhältnis zu den Arbeitstagen — bei 15 Fehltagen und 220 Arbeitstagen rund 6,8 Prozent. Folgekosten wie Vertretung, Überstunden oder Produktivitätsverluste im Team sind nicht enthalten. Die tatsächliche Belastung liegt eher höher. Krankheitsbedingte Ausfälle kosten weiter — das Gehalt läuft, die Arbeit bleibt liegen.
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