50-Euro-Freigrenze
Monatliche Grenze nach § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG, bis zu der Sachbezüge steuer- und sozialversicherungsfrei bleiben. Freigrenze, kein Freibetrag.
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Die Sachbezugskarte ist eine Guthabenkarte, über die Arbeitgeber Sachbezüge gewähren — einsetzbar bei ausgewählten Akzeptanzstellen, ohne Auszahlungsmöglichkeit. Für die bKV ist sie vor allem deshalb relevant, weil beide gegen dieselbe Freigrenze laufen.
Die Freigrenze nach § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG gilt für die Summe aller Sachbezüge eines Mitarbeitenden in einem Monat — nicht für jede Leistung einzeln.
Ein Beispiel: Eine Sachbezugskarte mit 50 Euro schöpft die Grenze bereits vollständig aus. Kommt eine bKV mit 30 Euro Monatsbeitrag hinzu, liegt die Summe bei 80 Euro — die Grenze ist überschritten, und zwar für beide Leistungen. Steuerpflichtig werden nicht die 30 Euro, sondern die vollen 80.
Das ist der häufigste Fall, in dem eine bKV unerwartet steuerpflichtig wird: nicht wegen ihrer eigenen Höhe, sondern wegen eines bereits laufenden Benefits.
Vor der Einführung einer bKV gehört eine Bestandsaufnahme aller laufenden Sachbezüge. Ergibt sich ein Konflikt, gibt es drei Wege:
Welcher Weg günstiger ist, hängt an den Beträgen und an der Mitarbeiterzahl — und gehört gerechnet, nicht geschätzt.
Beide Leistungen sind Sachbezüge, wirken aber unterschiedlich. Die Sachbezugskarte ist unmittelbar und flexibel nutzbar, wird aber schnell zum selbstverständlichen Gehaltsbestandteil. Die bKV wirkt in konkreten Bedarfssituationen und wird stärker als Zuwendung wahrgenommen — vorausgesetzt, sie wird genutzt.
Wer zwischen beiden abwägen muss, sollte deshalb nicht nur die steuerliche Seite betrachten, sondern auch, welche Wirkung tatsächlich gewollt ist.
Die Sachbezugskarte ist kein Gegenspieler der bKV, aber eine Größe, die mitgerechnet werden muss. Wer sie ignoriert, riskiert, dass eine sauber geplante bKV an einem Benefit scheitert, der längst läuft — und dass beide Leistungen gemeinsam steuerpflichtig werden.
Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine steuerliche Beratung im Einzelfall.
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Monatliche Grenze nach § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG, bis zu der Sachbezüge steuer- und sozialversicherungsfrei bleiben. Freigrenze, kein Freibetrag.
Wirtschaftlicher Vorteil, den Mitarbeitende zusätzlich zum Gehalt erhalten und der steuerlich zu bewerten ist.
Pauschale Versteuerung von Sachzuwendungen mit rund 30 Prozent durch den Arbeitgeber, ohne Antrag einsetzbar, bis 10.000 Euro je Empfangendem und Jahr.
Das Wichtigste in Kürze Bis 50 Euro im Monat bleibt der bKV-Beitrag steuer- und sozialversicherungsfrei, wenn er zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gezahlt wird (§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG). Die Freigrenze gilt für alle Sachbezüge eines Monats zusammen. Wird sie überschritten, ist der gesamte Betrag steuer- und beitragspflichtig — nicht nur der übersteigende Teil. Oberhalb der Grenze kommen die Pauschalierung nach § 37b EStG mit 30 Prozent, die Pauschalierung nach § 40 EStG mit genehmigtem Durchschnittssteuersatz oder die individuelle Besteuerung in Betracht. Der Rechner stellt die Arbeitgeberkosten der bKV denen einer Gehaltserhöhung gegenüber, die beim Mitarbeitenden denselben Netto-Wert liefert. Wählen Sie ein Budget oder einen konkreten Tarif aus unserem Portfolio und vergleichen Sie direkt mit einer Gehaltserhöhung bei gleichem Arbeitgeberaufwand.
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