Was kostet eine bKV pro Mitarbeiter?
Die Prämie einer bKV hängt von drei Faktoren ab: dem gewählten Tarif, dem Leistungsbudget und der Demografie der Belegschaft. Eine pauschale Aussage „die bKV kostet X Euro“ ist nicht möglich, aber es gibt klare Prämienbereiche, in die die meisten Marktangebote fallen.
Prämienbereiche im Überblick
- Basistarife (10–25 Euro/Monat): 300–500 Euro Jahresbudget, Fokus auf Zahnvorsorge und Sehhilfen. Bleiben unter der Sachbezugsfreigrenze und damit steuerfrei.
- Mittlere Tarife (25–50 Euro/Monat): 500–900 Euro Jahresbudget, mit Heilpraktiker, Osteopathie und erweiterten Vorsorgen. Ebenfalls innerhalb der Steuerfreiheit nutzbar.
- Premium-Tarife (50–100 Euro/Monat): 900–1.500 Euro Jahresbudget, oft mit Krankenhaus-Bausteinen (Ein- oder Zweibettzimmer, Chefarztbehandlung) oder Auslandsschutz. Erfordern Pauschalversteuerung.
Was die Prämie konkret beeinflusst
Demografie spielt eine kleinere Rolle als oft angenommen — Gruppentarife mischen Risiken über die gesamte Belegschaft. Stärker wirken: Mindestteilnehmerzahl (größere Pools senken Prämien), Obligatorium versus Freiwilligkeit (verpflichtende Tarife sind günstiger), und Leistungsumfang.
Wirtschaftliche Einordnung
Ein 50-Euro-Tarif kostet den Arbeitgeber 600 Euro brutto pro Mitarbeitendem und Jahr — nach Steuerersparnis netto rund 400 Euro. Im Vergleich: Eine Gehaltserhöhung mit gleichem Nettoeffekt für den Mitarbeitenden würde etwa 1.200 bis 1.400 Euro jeweiliger Arbeitgeberkosten bedeuten. Die bKV ist damit rund zwei- bis dreimal effizienter als ein klassischer Gehältsboost.
Was nicht im Prämienbild steht
Die genannten Prämien sind Listpreise. In der Verhandlung mit Versicherern sind je nach Konstellation Rabatte zwischen 5 und 20 Prozent realistisch — besonders bei größeren Belegschaften, Mehrjahresverträgen oder klar definierten Pflichttarifen. Eine professionelle Tarifanalyse rechnet sich daher fast immer.
