Bitte akzeptieren Sie die Marketing-Cookies, um ein Meeting zu vereinbaren.

Betriebliche Pflegeversicherung

Die betriebliche Pflegeversicherung ist das naheliegendste Ergänzungsprodukt zur bKV: gleiche Konstruktion über einen Kollektivvertrag, gleiche steuerliche Systematik, anderes Risiko. Sie schließt eine Versorgungslücke, die die gesetzliche Pflegeversicherung bewusst offenlässt.

Warum es die Lücke gibt

Die gesetzliche Pflegeversicherung ist als Teilkaskoabsicherung angelegt — sie übernimmt einen Anteil der Pflegekosten, nicht die Gesamtkosten. Was darüber hinausgeht, tragen Betroffene und deren Angehörige selbst.

Das trifft zwei Gruppen im Betrieb: die Mitarbeitenden selbst, deren Absicherung im Alter unvollständig bleibt, und diejenigen, die aktuell Angehörige pflegen und dafür häufig Arbeitszeit reduzieren.

Was die bPV vom Rest unterscheidet

Anders als die bKV wirkt sie nicht im Alltag, sondern in einem Fall, den niemand plant. Daraus folgt ein Kommunikationsproblem: Der Nutzen ist abstrakt und liegt weit in der Zukunft.

Praktisch heißt das, dass eine bPV allein selten die Wirkung einer bKV erreicht — als Ergänzung zu einer bereits eingeführten und genutzten bKV aber gut anschlussfähig ist. Der Zugang zur Belegschaft ist dann bereits etabliert.

Die Gemeinsamkeiten mit der bKV

  • Kollektivvertrag: Der Arbeitgeber ist Versicherungsnehmer, die Mitarbeitenden werden über ihn versichert.
  • Zugang: Häufig ohne oder mit vereinfachter Gesundheitsprüfung — der Vorteil gegenüber dem privaten Abschluss.
  • Steuerliche Einordnung: Als Sachbezug behandelt, mit derselben 50-Euro-Freigrenze und denselben Versteuerungsvarianten oberhalb davon.
  • Gemeinsame Freigrenze: Laufen bKV und bPV parallel, addieren sich die Beiträge — dieser Punkt gehört vor der Kombination geprüft.

Der letzte Punkt wird regelmäßig übersehen. Zwei sinnvolle Leistungen können gemeinsam die Freigrenze sprengen und dadurch beide steuerpflichtig werden.

Worauf zu achten ist

  • Welche Leistungsart — Pflegetagegeld, Pflegemonatsgeld oder Kostenerstattung?
  • Ab welchem Pflegegrad wird geleistet?
  • Besteht Portabilität beim Ausscheiden, und zu welchen Konditionen?
  • Wie verhält sich der Beitrag zur bereits laufenden bKV mit Blick auf die Freigrenze?

Fazit

Die betriebliche Pflegeversicherung ist inhaltlich schlüssig und kommunikativ anspruchsvoll. Sie eignet sich vor allem als zweiter Schritt nach einer eingeführten bKV — und sie gehört steuerlich gemeinsam mit dieser gerechnet, nicht daneben.

Verwandte Begriffe aus dem bKV Wiki

Kollektivvertrag
Rahmenvertrag zwischen Arbeitgeber und Versicherer, über den die Mitarbeitenden zu Gruppenkonditionen versichert werden.
50-Euro-Freigrenze
Monatliche Grenze nach § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG, bis zu der Sachbezüge steuer- und sozialversicherungsfrei bleiben. Freigrenze, kein Freibetrag.
Portabilität
Portabilität bezeichnet die Möglichkeit, den bKV-Schutz beim Ausscheiden aus dem Unternehmen privat fortzuführen — häufig ohne erneute Gesundheitsprüfung, aber zu Einzelvertragskonditionen. Das Recht ist meist an eine Frist nach dem Ausscheiden gebunden.
Beratung sichern

Bereit, den Unterschied zu machen?

Wir freuen uns darauf, Sie und Ihr Unternehmen persönlich kennenzulernen. Wenn Sie das Formular ausfüllen, melden wir uns umgehend bei Ihnen.

Bitte akzeptieren Sie die Marketing-Cookies, um ein Meeting zu vereinbaren.
🇺🇸
  • Ich bin bereits bKV-versichert über Faktor Mensch
  • Ich interessiere mich für die bKV / bin noch nicht versichert