Bitte akzeptieren Sie die Marketing-Cookies, um ein Meeting zu vereinbaren.

IVFP-Rating

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung bewertet Versicherungstarife anhand eines eigenen Kriterienkatalogs — unter anderem im Bereich der betrieblichen Krankenversicherung. Die Ergebnisse dienen als externer Orientierungspunkt im Tarifvergleich.

Was ein Rating leistet

Ratings bündeln eine große Zahl von Einzelkriterien zu einer Gesamtnote. Das ist nützlich, um eine Vorauswahl zu treffen und um Tarife zu identifizieren, die grundsätzlich solide aufgestellt sind.

Neben dem IVFP-Rating sind im Markt weitere Bewertungen gebräuchlich, etwa von Ascore oder aus Fachmedien. Sie unterscheiden sich in Methodik und Gewichtung, weshalb ein Tarif in verschiedenen Ratings unterschiedlich abschneiden kann.

Was ein Rating nicht leistet

Eine Gesamtnote sagt nichts darüber aus, ob ein Tarif zur konkreten Belegschaft passt. Die Kriterien, die darüber entscheiden, verschwinden in der Aggregation:

  • Ob Zahn und Sehhilfe das Budget belasten oder zusätzlich erstattet werden
  • Wo Sublimits liegen — und ob sie Bereiche treffen, die im Betrieb gebraucht werden
  • Welche Erstattungssätze gelten
  • Ob eine Zahnstaffel läuft und wie lange
  • Ob eine GKV-Vorleistung verlangt wird
  • Welche Assistance-Leistungen enthalten sind und wie der Zugang funktioniert

Ein hoch bewerteter Tarif mit einem Sublimit genau dort, wo die Belegschaft Bedarf hat, ist die schlechtere Wahl als ein durchschnittlich bewerteter ohne diese Begrenzung.

Wie Ratings sinnvoll eingesetzt werden

Als Filter, nicht als Entscheidung. Ein Rating grenzt das Feld ein; die eigentliche Auswahl erfolgt danach anhand der konkreten Leistungsinhalte und der Belegschaftsstruktur.

Für die Kommunikation gegenüber Geschäftsführung oder Betriebsrat kann eine externe Bewertung zusätzlich als Beleg dienen, dass die Auswahl nicht willkürlich getroffen wurde — sie ersetzt aber nicht die Begründung, warum genau dieser Tarif zu diesem Betrieb passt.

Worauf zu achten ist

  • Welche Kriterien fließen in die Bewertung ein, und wie sind sie gewichtet?
  • Aus welchem Jahr stammt das Rating — und hat sich der Tarif seither geändert?
  • Bezieht sich die Note auf den konkreten Tarif oder auf den Versicherer insgesamt?
  • Decken sich mehrere Ratings in ihrer Einschätzung?

Fazit

Ratings sind ein nützlicher Ausgangspunkt und ein schwaches Entscheidungskriterium. Sie beantworten die Frage, ob ein Tarif solide ist — nicht die Frage, ob er zu einer bestimmten Belegschaft passt. Die zweite Frage lässt sich nur anhand der Leistungsdetails beantworten.

Verwandte Begriffe aus dem bKV Wiki

Sublimit
Ein Sublimit ist eine Betragsgrenze innerhalb eines Tarifs, die die Erstattung für einen einzelnen Leistungsbereich begrenzt — auch dann, wenn das Gesamtbudget noch nicht ausgeschöpft ist. Sublimits sind der häufigste Grund dafür, dass zwei Tarife mit gleichem Budget unterschiedlich viel leisten.
Erstattungssatz
Der Erstattungssatz gibt an, welchen prozentualen Anteil einer Rechnung der Tarif übernimmt — bei Zahnersatz und Sehhilfen häufig 70, 75, 90 oder 100 Prozent. Er wirkt zusätzlich zu Budget und Sublimits und wird beim Tarifvergleich am häufigsten übersehen.
Budgettarif
Tarifform der bKV, bei der den Mitarbeitenden ein festes Jahresbudget zur freien Verwendung für Gesundheitsleistungen zur Verfügung steht.
Beratung sichern

Bereit, den Unterschied zu machen?

Wir freuen uns darauf, Sie und Ihr Unternehmen persönlich kennenzulernen. Wenn Sie das Formular ausfüllen, melden wir uns umgehend bei Ihnen.

Bitte akzeptieren Sie die Marketing-Cookies, um ein Meeting zu vereinbaren.
🇺🇸
  • Ich bin bereits bKV-versichert über Faktor Mensch
  • Ich interessiere mich für die bKV / bin noch nicht versichert