Kollektivvertrag
Rahmenvertrag zwischen Arbeitgeber und Versicherer, über den die Mitarbeitenden zu Gruppenkonditionen versichert werden.
HR am Wendepunkt: Live-Webinare am 16.10., 19.11. und 1.12.2026. Jetzt anmelden
bKV Wiki
In der privaten Krankenversicherung hängt der Beitrag klassischerweise am Eintrittsalter: Wer später einsteigt, zahlt mehr. In der bKV ist das häufig anders. Bei einer Uni-Age-Kalkulation zahlt der Arbeitgeber für alle versicherten Mitarbeitenden denselben Beitrag — unabhängig davon, ob jemand 25 oder 60 Jahre alt ist.
Möglich wird die einheitliche Kalkulation durch den Kollektivvertrag. Der Versicherer betrachtet nicht das Risiko der einzelnen Person, sondern die Altersstruktur der gesamten versicherten Gruppe. Der Beitrag bildet damit den Durchschnitt ab — jüngere Mitarbeitende subventionieren rechnerisch die älteren, und weil die gesamte Belegschaft versichert ist, geht die Rechnung für den Versicherer auf.
Der letzte Punkt wird oft missverstanden: Uni-Age heißt nicht, dass die Altersstruktur egal ist. Sie fließt in die Kalkulation des einheitlichen Beitrags ein. Ein Betrieb mit hohem Altersdurchschnitt zahlt einen höheren Einheitsbeitrag als einer mit überwiegend jüngerer Belegschaft — nur eben für alle denselben.
Wird der Schutz nach dem Ausscheiden privat fortgeführt, entfällt die Uni-Age-Kalkulation. Im Einzelvertrag gilt wieder das tatsächliche Alter, was den Beitrag bei älteren Mitarbeitenden deutlich steigen lässt.
Dieser Punkt gehört in die Kommunikation zur Portabilität, damit die Fortführung nicht mit falschen Erwartungen begonnen wird.
Nicht jeder Tarif rechnet nach Uni-Age. Bei altersabhängiger Kalkulation hängt der Beitrag je Person am Eintrittsalter. Das kann bei einer sehr jungen Belegschaft günstiger sein, macht die Kalkulation aber unschärfer und den Verwaltungsaufwand höher — jede Neueinstellung verändert die Beitragssumme in einer Weise, die sich nicht aus der Kopfzahl ableiten lässt.
Die Uni-Age-Kalkulation ist einer der Gründe, warum sich eine bKV verwaltungsseitig so schlank führen lässt: ein Beitrag, eine Kopfzahl, ein Betrag. Sie hebt Altersunterschiede in der Verwaltung auf, nicht in der Kalkulation — und sie endet dort, wo der Gruppenvertrag endet.
Beratung sichern
Kostenlos, unverbindlich und versichererneutral: In 30 Minuten zeigen wir Ihnen, wie die bKV in Ihrem Unternehmen funktioniert.
Rahmenvertrag zwischen Arbeitgeber und Versicherer, über den die Mitarbeitenden zu Gruppenkonditionen versichert werden.
Portabilität bezeichnet die Möglichkeit, den bKV-Schutz beim Ausscheiden aus dem Unternehmen, etwa bei einem Arbeitgeberwechsel oder beim Renteneintritt, privat fortzuführen — häufig ohne erneute Gesundheitsprüfung, aber zu Einzelvertragskonditionen. Das Recht ist meist an eine Frist nach dem Ausscheiden gebunden.
Die Mindestkopfzahl ist die Anzahl an versicherten Personen, die ein Versicherer für einen bKV-Kollektivvertrag voraussetzt — teils als absolute Zahl, teils als Quote der Belegschaft. Die Anforderungen unterscheiden sich im Markt erheblich und grenzen die möglichen Anbieter früh ein.
Beratung sichern
Wir freuen uns darauf, Sie und Ihr Unternehmen persönlich kennenzulernen. Wenn Sie das Formular ausfüllen, melden wir uns umgehend bei Ihnen.
Wählen Sie einen Termin
Tag wählenSchritt 1 von 5
Dauer
| Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
|---|
Hervorgehobene Tage haben freie Termine.
Uhrzeit (deutsche Zeit)
Bitte wählen Sie zuerst einen Tag.
Vielen Dank für Ihre Anfrage. Wir melden uns in Kürze.